Jetzt ist es schon vier Monate her, seitdem sich unser Leben komplett gewandelt hat. Und was soll ich sagen, mittlerweile wird es richtig schön.
Oskar ist ein richtig kleiner Sonnenschein, er lacht immer mehr und das Greifen wird auch immer besser. Wenn es richtig klappt, bekommt er demnächst schon den ersten Brei. Die Zeit rast wirklich. Wenn man jünger ist, lächelt man immer, wenn andere sagen, dass die Zeit so schnell vergeht, aber mittlerweile kann ich das gut nachvollziehen.

Aber so schön das Leben mit Baby auch sein kann, es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Das wird leider viel zu wenig beschrieben. Man sieht immer nur Bilderbuchfamilien. Aber mal im Ernst, wo läuft denn bitte alles wie im Schnulzenroman? Also bei uns nicht. Unser kleiner Mann schläft zwar seit einigen Wochen durch, um genau zu sein, nachdem wir einen Freundin besucht haben und sie meinte, dass ihr Kleiner (2 Wochen älter) durchschläft. Vielleicht sollten wir sie nochmal besuchen, wenn ihr Kleiner bis 9.00 Uhr durchschläft *g*, aber dafür schläft er am Tag nicht mehr soviel. Und wenn er müde wird am Tag, geht es ohne Pucken und weißem Rauschen gar nichts. Aber ich bin der Meinung, wenn ein Baby das braucht, dann soll es das bekommen. Wenn er nur so einschlafen kann, dann lieber so, als ewiges Geschrei.
Außerdem sabbert unser kleiner Mann was das Zeug hält. Man könnte meinen, er bekommt Zähnchen. Hoffentlich lässt er sich noch ein bisschen Zeit. Aber das kann man ja nicht beeinflussen und das werden wir auch noch überstehen. Die Kolikzeit haben wir auch überlebt.
Apropos Kolik! Die Wochen, in denen es so schlimm war, vergisst man einfach total schnell. Das wird einem erst bewusst, wenn der Kleine sich wieder unwohl fühlt und vor Bauchschmerzen schreit. Das ganze hatten wir jetzt 2 mal nach den Impfungen. Ja, wir lassen impfen und zwar gegen alles, was die STIKO empfielt. Also hat der kleine Mann jetzt seine 6-Fach Impfung, Pneumokokken und eine Impfung gegen Rotaviren bekommen. Und letztere war auch der Grund für die Bauchschmerzen. Aber mal ehrlich, mir sind ein paar Tage mit einem quängelnden Kind lieber, als wenn es richtig krank werden würde, und vielleicht sogar ins Krankenhaus müsste. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich kann nur leider die Impfgegner nicht verstehen, möchte aber keine Diskussion auslösen. Ich kann jedenfalls sagen, dass mein Kind keine anderen anstecken kann und das ist auch ein Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte.
So schön das Leben mit Kind auch sein kann, man sollte sich selbst nicht vergessen. Man sollte immer daran denken, dass man nicht nur Mutter, sondern ist erster Linie vor allem Frau ist. Klar, hat man weniger Zeit für sich (wahrscheinlich noch weniger, wenn er krabbeln kann usw.), aber man muss sich auch mal einen Auszeit gönnen und etwas für sich machen. Mein Ausgleich ist Häkeln ( ja klingt total nach Oma, aber es macht Spass), lesen – und zwar nicht nur Babybücher – und natürlich meine Schminkecke.

Ich freue mich, da das Wetter jetzt wieder besser wird, endlich wieder in meinen Farbtopf zu greifen und mich zurecht zu machen. Ich möchte keine Mutti sein, die sich gehen lässt. Ich mache Sport, versuche nicht im Kartoffelsack rumzulaufen, auch wenn wenig Zeit ist. Das ist mir wichtig. Und genau darauf kommt es an. Nur weil man Mutter geworden ist, sollte man sich nicht aufgeben. Man lebt ja nicht für das Kind, sondern mit Ihm.

Das soll es erstmal gewesen sein, bis dahin.

Eure Steffi

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