Upps,

da ist aber schon wieder viel Zeit ins Land gegangen.  Mein letzer Beitrag kam am 14.11.2016 online, da war mein kleiner Bub noch sicher in meinem Bauch. Diese kuschelige Höhle hat er dann am 16.11.2016 sehr plötzlich verlassen. Und plötzlich ist wörtlich zu nehmen. Mein Junior hat mir gerade mal 2 Stunden Zeit gelassen von der ersten Wehe bis zum ersten Schrei. Wir haben es gerade so noch ins Krankenhaus geschafft. Es ging so schnell. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um zu realisieren, dass er jetzt wirklich da ist.

Ich muss sagen, es ist ein merkwürdiges Gefühl, plötzlich den leeren Bauch zu spüren, wo doch bis vor wenigen Minuten noch ein Baby gestrampelt hat und plötzlich liegt das kleine Wunder bei einem auf der Brust und schielt einen mit seinen großen Kulleraugen an. Aber es ist ein wunderbares Gefühl.

Nachdem wir dann 3 Tage in der Klinik waren, durften wir endlich nach Hause. Das ist eine ziemliche Umgewöhnung. Schließlich war man bis dato ja nur zu zweit und plötzlich muss man einen kleinen Hosenscheißer versorgen. Ich bin ehrlich, es war und ist immernoch sehr anstrengend. Wären meine Eltern und mein Mann nicht abwechselnd zu Hause gewesen, hätte ich es nicht geschafft. Man kommt zu nichts. Nichtmal richtig essen konnte ich, dabei ist es so wichtig, wenn man voll stillen will.

Das mit dem Stillen ist auch so eine Sache. Aber dazu komme ich nachher noch.

Nachdem die ersten Wochen einigermaßen überstanden waren, war ich auf mich allein gestellt und natürlich ereilte uns dann der erste Entwicklungsschub und die Koliken traten erstmals auf. Dreimonatskoliken, wie es im Deutschen heißt. Ich hatte mich nie damit beschäftigt in meiner Schwangerschaft, wahrscheinlich auch besser so, gehört hatte ich den Begriff aber schon. Wie naiv ich war, ging ich doch davon aus, dass die Koliken nach drei Monaten auftreten, aber NEIN, sie halten drei Monate an. Juhu.

Wir waren fertig mit den Nerven, das Kind schrie fast permanent und war nur durch ständiges Tragen und Hüpfen auf einem Pezziball zu beruhigen. Wir haben dann kurzerhand ein Tragetuch bestellt, da meine Trage noch nicht da war. Dank Amazon war dann am nächsten Tag das Tuch da und ich sag euch, ohne das Tuch würde ich heute noch teilweise verzweifeln. Es ist ein Wunder, wie schnell sich der kleine Kacker in dem Tuch beruhigt. Es funktioniert nicht immer, aber zu 95% klappt es. Also wenn gar nichts mehr hilft, werd ich zum Kängeruh. Und wisst ihr, mittlerweile ist es mir egal, was andere sagen, von wegen, man verwöhnt das Kind, wenn man es nur rumträgt. Ganz ehrlich, soll ich mein Baby etwa schreien lassen? Ganz bestimmt nicht.

Aber durch den ganzen Stress durch die Koliken und die Schübe, hatte ich kaum noch Milch. Mein Baby wurde nicht mehr satt. Es hat zwar laut Hebamme immer gut zugenommen, aber ich habe gemerkt, dass er noch Hunger hatte. Somit haben wir uns entschieden zuzufüttern. Ich habe dann zugefüttert und wenn er noch keinen Hunger hatte, aber meine Möppis gespannt haben, habe ich abgepumt. Das war natürlich doppelte Arbeit, aber ich wollte, dass er noch Muttermilch bekommt. Das haben wir dann 2 Wochen gemacht, bis der nächste Schub kam, dann kam ich wieder zu nichts. Das Kind hing entweder an der Milchbar oder im Tuch davor. Wir haben uns dann entschlossen ganz abzustillen und nur noch Pre-Nahrung zu füttern. Somit ist ein Stressfaktor ausgeschaltet.

Das machen wir jetzt schon einige Wochen und der Kinderarzt ist sehr zufrieden mit dem Kleinen. Er entwickelt sich prächtig und kann von Tag zu Tag mehr. Mittlerweile wird es mit den Koliken auch besser und wir kommen wieder zu etwas mehr Schlaf. Wir nutzen dann am Tag die Zeit, die Wohnung zu machen, Wäsche zu waschen – also alles das, was halt so anfällt.

Mittlerweile kann ich sogar, wenn Monsieur schläft auch mal wieder Sport machen. Seit 2 Wochen habe ich wieder meine Ernährung umgestellt und versuche 3 mal die Woche Sport zu machen. Ich hoffe, ich halte es durch, schließlich will ich im Sommer wieder in meine Kleider passen. Aber ich habe einen starken Willen und zur Not gibts halt Sport unter Beobachtung, dann muss Junior eben zuschauen.

Für alle diejenigen, die auf ein Foto hoffen, muss ich leider enttäuschen. Es wird keine Babyfotos geben. Es gibt genug Bilder von mir und mein kleiner Schatz soll später selbst entscheiden, wer Bilder von ihm sehen darf. Es fällt mir zwar schwer, schließlich ist doch jede Mama überzeugt, dass ihr Kind das Hübscheste ist 😉

Aber ich kann Euch den Namen verraten. Unser Sohn hat einen Doppelnamen bekommen. Den ersten Namen hat mein Mann ausgesucht, da war ich noch nichtmal schwanger und der zweite Name ist auf meinen Mist gewachsen.

EMIL OSKAR heißt unser Schatz. Und der Rufname ist nicht, wie vielleicht vermuten lässt Emil, nein, wir nennen Ihn Oskar, da er so frech war und mir kaum Zeit gelassen hat in die Klinik zu kommen, stand für mich im Kreißsaal fest, dass er frech, wie Oskar ist. Und ganz ehrlich, wer ein Kind aus sich rauspresst, hat einfach das Letzte Wort.

So Ihr Lieben, das wars erstmal von mir. Ich versuche demnächst noch ein Schluss- Update meines Pan that Palette Projektes und Project Pan zu schreiben.

Liebe Grüße

Eure Steffi

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