Neun Monate ist unser kleiner Zwerg nun schon bei uns und er wird immer quirliger. Hier ein kleines Update.

Motorik

Ich habe immer die Eltern belächelt, die alles weggeräumt haben, da die Kinder die Regale ausräumen. Ich hab immer gedacht, wenn man es oft genug sagt, dann macht das Kind das nicht. Klar, die Kiddis, die ich gesehen habe, waren allesamt etwas älter als mein Kleiner. Aber was soll ich sagen, mittlerweile ist unser Kallax Regal unten leergeräumt bzw. mit Einsätzen versehen. Man kann einem neun Monate altem Baby einfach nicht erklären, dass es nicht erlaubt ist, sonst ist man ständig mit „Nein“-sagen beschäftigt.
So hab ich die Sachen, die mir wichtig sind, eine Etage höher geräumt (das wird aber auch nicht lange helfen, da sich der Kleine Mann überall hochzieht). Aber ich habe ihm auch eine Box in das Regal geräumt, wo seine Spielsachen reingehören. Damit herrscht wenigstens etwas Ordnung und Oskar kann lernen, dass diese Box ihm gehört.
Da wären wir auch beim nächsten Thema. Seit einigen Wochen krabbelt Junior nicht mehr nur rückwärts, sondern endlich auch vorwärts. Das hieß für uns erstmal alle Steckdosen sichern und Kantenschutz an unsere Möbel anbringen. Wir haben schnell gemerkt, dass er beim Krabbeln schnell wegrutscht, da wir Laminat haben. Also, was macht man? Das Kind bekommt erstmal ABS – Socken. Ja, aber die Knie? Die Knie waren vom wegrutschen gerötet und er hat ziemlich unsicher gekrabbelt, also habe ich mich an den Rechner gesetzt und gegoogelt. Es gibt tatsächlich Abhilfe und zwar Knieschoner fürs Baby*.

Also zack in den Warenkorb und dank Prime den nächsten Tag in den Händen gehalten. Jetzt sind seine Knie nicht mehr so rot und er krabbelt viel besser. So gut, dass er sich jetzt so sicher fühlt und uns überall hochzieht. Der Laufstall und Couchtisch wird zur Aufstehhilfe. Wir müssen wirklich immer mehr aufpassen, aber es ist so schön zu sehen, wie er sich entwickelt und ich werde auch ein bisschen wehmütig.

Essen

Mittlerweile lutscht er nicht nur an einem Brötchen, sondern kann sogar was abknabbern. Er ist immer mehr von unserem Essen mit, was auf der einen Seite ja schön ist, weil man nicht mehr extra kochen muss, aber er wird immer mehr zum Kleinkind und bald geht er schon in die Kita und ich wieder auf Arbeit. Nur selber essen, das kann er noch nicht, aber da hat er ja auch Zeit. Ich füttere ihn gerne. Aber immer öfter schlägt er nach dem Löffel, obwohl es ihm schmeckt. Vielleicht die ersten Anzeichen, dass er selber essen möchte. Das soll es auch erstmal gewesen sein.

Wesen

Man merkt immer deutlicher, dass er seinen eigenen Kopf hat und den durchsetzen will. Das ist natürlich nicht immer möglich und wird sofort mit heftigem Protest quittiert, wenn es nicht so klappt, wie er möchte. Zum Beispiel, weil das Plüschtier zu weit weg ist und man nicht hinkrabbeln will, schwupps Protest. Man krabbelt zwar hin (man will ja mit diesem spielen) – aber man krabbelt lautstark. Frei nach dem Motto „Wenn Mama schon nicht hilft, soll sie wenigstens hören, wie anstrengend das ist. Vielleicht hilft sie ja beim nächsten Mal“ . Tja Oskar, das mache ich nicht. Ich helfe immer, wenn es nötig ist, aber bin der Meinung, wenn er krabbeln kann, dann kann er auch zu seinem Spielzeug krabbeln. Natürlich lasse ich ihn nicht schreien bis er resigniert aufgibt. Sehe ich, dass er Hilfe braucht und es selber nicht schafft, weil das Spielzeug irgendwo festhängt oder ähnliches, dann helfe ich ihm natürlich. Aber Oskar ist geschickt und entwickelt meist Lösungen dafür. Ich lasse ihn immer erst probieren, um zu sehen, ob er sich selber helfen kann. Ich hätte nie gedacht, dass ein Baby schon so weit denken kann und selber versucht Probleme zu lösen, aber das geht.

„Nein“

Man hat als Eltern oft das Gefühl, das ist im Moment das einzige Wort, was man sagt. Wir haben uns jetzt angewöhnt nicht immer gleich „Nein“ zu sagen, sondern ihm Freiraum zu geben, damit er Sachen probieren kann. Wir sagen nur noch nein, wenn es gefährlich wird oder jemanden weh tut. Also wenn er an eine Steckdose fassen möchte, kommt ein „Nein“ und es funktioniert. Er versteht bestimmt noch nicht den Sinn hinter dem Wort, aber er merkt anhand der Stimmlage, dass es nicht in Ordnung ist, was er gerade machen möchte. Was aber nicht so gut funktioniert ist das Wehtun. Also er kratzt mich ständig im Gesicht und zieht mir an den Haaren (und ja, meine Haare sind fast immer zusammen, aber so kleine fliegende Härchen hat man ja doch). Ich sage immer scharf „Nein“ und nehme seine Hand weg, aber er lächelt mich dann einfach an. Ich denke, er testet seine Grenzen aus. Ich bin der Überzeugung, wenn ich ihm es immer wieder erkläre, dass es besser wird. Ich hoffe, auf bald, sonst kann ich mich bald mit Panthenol Salbe im Gesicht eincremen und mir ne Perücke besorgen.

Im nächsten Monat gibt es ein neues Update.

Wie war das mit euren Zwergen? Wie haben sie gezeigt, dass sie selbstständig essen wollen? Musstet ihr auch alles wegräumen oder wie habt ihr es gelöst? Haben sie euch auch ständig gekratzt oder ähnliches? Ich freue mich über eure Kommentare.

Bis dahin,
Eure Steffi

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